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Letzten Samstag (8. September 2018) traf sich ein Grüppchen vom TV Utzenstorf am Bahnhof für die jährliche Bergturnfahrt. Mit dem Zug ging es via Zürich und Gossau nach Urnäsch. Dort bestiegen wir das Postauto, welches gross mit «Schwägalp» beschriftet war. Da schlug das Herz der Schwingerfreunde in unserer Gruppe höher. Bereits nach wenigen Metern Fahrt stoppte der Postauto-Chauffeur sein Gefährt und bat uns auszusteigen. Draussen kam uns ein Alpabzug entgegen. Freudig zückten wir unsere Kameras. Weiter ging die Fahrt bis zur Endstation.

Auf der Schwägalp (1352m) starteten wir endlich unsere Wanderung bei prächtigem Wetter. Unsere beiden Organisatoren gingen (mehr oder weniger) zielstrebig voran. Bei der ersten Kreuzung waren sich die Beiden zwar nicht mehr so sicher, welche Richtung wir einschlagen sollten. Nach kurzer Konsultation des Handys (ca. 15min…) ging unsere Wanderung weiter. Bereits war es Mittag und wir machten einen grösseren Halt um unsere Sandwiches zu verspeisen. Gestärkt liefen wir wieder los. Bald kamen wir zu unserer ersten Herausforderung, der Weg stieg steil an. Und dann folgte wieder ein flacheres Stück. In der Ferne sahen wir einen Pass, etwa in gleicher Höhe, wo wir uns befanden. Alle dachten, dorthin führt unser Weg. Aber das war ein Irrtum. Abermals wurde der Weg steil, sehr steil! Zum Teil mussten wir auf allen Vieren nach oben kraxeln. Einen solch steilen Weg bin ich an einer Bergturnfahrt wirklich noch nie hochgelaufen. Und bin doch schon über 15 Jahre regelmässig dabei… Nach einer Weile erreichten wir die höchste Stelle, den Windenpass (1629m). Wir belohnten uns mit einem guten Tropfen Gipfelwein. Die Aussicht vom Windenpass war super. Wir hatten eine tolle Sicht auf die sieben Hengste… eh Churfirsten und auf die weiteren Gipfel im Toggenburg.

Weiter ging die Wanderung, denn wir waren noch lange nicht am Ziel. Der Weg führte uns talwärts vorbei am Gräppelensee in Richtung Wildhaus. Unten angekommen schockten unsere Organisatoren uns mit der Nachricht, dass wir jetzt wieder 1h20min (gemäss Wegweiser) bergauf laufen müssen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir doch schon sechs Stunden unterwegs. Vorbei war es mit der Freude. Doch auch diese letzte Hürde meisterten wir und kamen kurz vor 7 Uhr auf Gamplüt (1352m, oberhalb von Wildhaus) an. Endlich gab es den wohlverdienten Hopfentee! Auf Gamplüt nahmen wir auch gleich das Abendessen zu uns. Der Gastgeber war sehr freundlich. Er spielte für uns ein Ständchen auf dem Alphorn. Zudem konnten sich einige als Kampfhundstreichler beweisen. Dann bestiegen wir die Bahn hinunter nach Wildhaus. Wir genossen die Fahrt in der Dunkelheit und bestaunten den Sternenhimmel. Nach diesem anstrengenden Tag bezogen wir die Unterkunft und schliefen alle sofort ein.

Die Meisten verbrachten eine erholsame Nacht. Nur der Jüngste in unserer Gruppe musste wegen seiner Naivität noch ein paar Beschwerlichkeiten durchleben. Der Sonntag wartete wieder mit super Wetter auf. So schnürten wir wieder die Wanderschuhe und liefen los. Wir nahmen die Sesselbahn nach Oberdorf. Von dort aus wanderten wir zum Schwendisee, wo wir uns eine Abkühlung im kalten Wasser gönnten. Weiter ging es bergauf nach Iltios, welches unser Endziel war. Im Restaurant verpflegten wir uns. Leider wissen wir noch heute nicht, wie die flotte Bedienung hiess… Bereits war es Zeit für die Rückreise. Mit der Schwebebahn ging es hinunter nach Unterwasser. Dort bestiegen wir das Postauto nach Buchs. Mit dem Zug gelangten wir dann via Zürich zurück nach Utzenstorf.

Herzlichen Dank an Simu und Jan für die Organisation dieser tollen Bergturnfahrt!

Mäse